16.08.2017

Was kommt eigentlich nach dem Leben?

Förderverein St. Barbara Hospiz Bous lädt zu den „Bouser Hospizwochen“ 2017 ein

Vom 05. bis 26. September findet nun schon die 4. Auflage der Bouser Hospizwochen statt. Diese ganz besondere Veranstaltungsreihe hat der Förderverein des St. Barbara Hospizes in Bous im Jahr 2014 initiiert und setzt sie auch in diesem Jahr fort. Die „Bouser Hospizwochen“ laden auch 2017 wieder dazu ein, sich an vier aufeinander folgenden Dienstagen jeweils um 19 Uhr auf unterschiedliche Art und Weise mit den Themen Erwachsenen-Hospiz, Tod und Sterben auseinanderzusetzen.

 

Unter dem Motto „Hospiz im Kino“ startet die Reihe am Dienstag, 05. September mit dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“ um 19 Uhr im Thalia Kino Bous. Der Film mit dem Originaltitel „The Bucket List“ ist eine Tragikomödie des Regisseurs Rob Reiner aus dem Jahr 2007. Durch einen traurigen Umstand lernen sich der weiße Milliardär Edward Cole (Jack Nicholson) und der afroamerikanische Automechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) kennen. Beide haben Krebs und liegen im selben Zimmer eines Krankenhauses. Als sich herausstellt, dass sowohl Cole als auch Chambers nach der Prognose der Ärzte nur noch wenige Monate zu leben haben, versuchen beide, der restlichen Zeit das Maximale abzutrotzen. Eine Liste mit Dingen, die sie vor dem nahen Tod unbedingt noch erledigen wolle, soll ihnen dabei helfen, der erschreckenden Tatsache ins Auge zu blicken. Der Eintritt kostet 6,50 Euro. Tickets gibt es hier.

 

Am Dienstag, 12. September, gibt es bei einem Markt der Möglichkeiten die Gelegenheit, das Hospiz und seine Aktivitäten näher kennen zu lernen. Ab 19 Uhr stellen im Sankt Barbara Hospiz Bous, Klosterweg 1, 66359 Bous, Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter ihre Arbeitsfelder vor. Dazu gehören die Pflegenden, Seelsorger, Musiktherapeutin, Sozialarbeiterin, Ehrenamtliche und der Förderverein. Es werden verschiedene Themenbereiche eingerichtet und die Besucher haben an den einzelnen Standpunkten die Möglichkeit, mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu klären, zum Beispiel die Bedingungen für eine Aufnahme oder den Umgang mit Patientenverfügungen. In regelmäßigen Abständen gibt es Führungen durch das Hospiz.

 

„Sterben für Anfänger“ heißt es eine Woche später am Dienstag, 19. September, 19 Uhr. Im Thalia Kino Bous wird die britische Filmkomödie aus dem Jahr 2007 gezeigt. Regie führte der als „Muppets-Schöpfer“ bekannte Frank Oz. Das Drehbuch schrieb Dean Graig. Der Film beschreibt, wie eine Trauerfeier mehr und mehr in einem Chaos versinkt, als Daniel (Matthew MacFayden) noch mal einen letzten Kontrollblick in den Sarg seines Vaters wirft – und darin die falsche Leiche entdeckt. Zum Glück sind die Gäste noch nicht angekommen, sodass der Fauxpas noch rechtzeitig behoben werden kann. Doch das ist erst der Anfang. Der Eintritt zu der Film-Vorführung kostet 6,50 Euro. Tickets gibt es hier.

 

Den Abschluss der Bouser Hospizwochen bildet ein Benefizkonzert am Dienstag, 26. September, 19 Uhr mit dem Männergesangsverein „Concordia“ Bous unter der Leitung von Adolph Seidel und dem Chor Cantores Domini unter der Leitung von Roman Jung. Das Konzert findet statt im Petri-Hof, Kirchstraße 23, 66359 Bous. Der Männergesangsverein Concordia ist ein alt eingesessener Verein in Bous und hat bereits im letzten Jahr gesungen. Der Chor Cantores Domini ist ein kleiner Kirchenchor aus Schaffhausen, der an diesem Abend mit Klavierbegleitung auftritt. Zum Programm gehört ein Repertoire aus verschiedenen Zeitepochen und Stilrichtungen.

 

Die ehemalige saarländische Landtagsabgeordnete Gisela Rink ist seit November 2016 Vorsitzende des Fördervereins Sankt Barbara Hospiz Bous. „Die Hospiz-Arbeit wird in den nächsten Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen“, ist sich die Völklingerin sicher. „Mit den Bouser Hospizwochen wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Arbeit noch stärker nach außen zu bringen. Es ist für die Menschen ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass es so eine Einrichtung gibt, auch wenn man sie vielleicht nie brauchen sollte.“

 

Im St. Barbara Hospiz werden Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase einfühlsam begleitet. Neben professioneller Pflege, medizinischer Versorgung und schmerztherapeutischer Betreuung ist es das Anliegen, Sterbenden eine würdige, liebevolle und auch spirituelle Begleitung bis zum Lebensende zu ermöglichen. Das Hospiz verfügt über zehn wohnliche Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume und ist geprägt von einer persönlichen Atmosphäre der Wärme und Geborgenheit.

 

Zweck des Fördervereins ist die finanzielle und ideelle Unterstützung des Hospizes, zum Beispiel durch Spender-Werbung oder die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen wie den Bouser Hospizwochen. Der Förderverein war 2014 gegründet worden, kurz nachdem die cts Caritas Stiftung Saarbrücken das Projekt und die Baupläne vorgestellt hatte. Das Sankt Barbara Hospiz eröffnete im April 2015 und muss – wie jedes stationäre Hospize – nach gesetzlichen Vorgaben fünf Prozent der laufenden Kosten über Spenden finanzieren. Das sind jährlich rund 60.000 Euro.

„Wir freuen uns über jeden, der spenden möchte, aber auch über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Es ist toll zu sehen, wie sich die Privatpersonen, Vereine, Firmen und Institutionen in Bous und der näheren Umgebung für das Hospiz engagieren“, erklärt Fördervereins-Vorsitzende Gisela Rink. „Ich wünsche mir jetzt, dass wir die Netze über die Kreisgrenzen hinaus noch weiter spannen können. Ich freue mich, bei den Bouser Hospizwochen persönlich mit den Menschen in Berührung zu kommen und über die wichtigen Themen, die das Lebensende betreffen, sprechen zu können.“


Mehr über den Förderverein und seine Arbeit finden Sie unter
http://fvsbh.de/ oder unter www.wuerdig-sterben.de
Der Förderverein ist auch auf Facebook unter www.facebook.com/SanktBarbaraHopizBous.de