22.09.2021

8. Bouser Hospizwochen - Besuch beim Bestatter/Thanatopraktiker

Jeder, der sich für einen bestimmten Beruf oder eine Tätigkeit interessiert, ist dankbar, wenn er einmal einen Blick hinter die „Kulissen“ werfen kann. So war der Besuch beim „Thanatopraktiker" ein besonderes Erlebnis während den diesjährigen Bouser Hospizwochen.

Zu Gast im Beerdigungsinstitut AVALON, hat Geschäftsinhaber Christian Duchene nicht nur Rede und Antwort zu allen Fragen rund um den Tod eines lieben Menschen und die damit verbundenen Bestattungsmöglichkeiten gestanden, sondern auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz als Thanatopraktiker erzählt.


Hier war besonders die Unterscheidung zwischen einen geprüften Bestatter und einem Thanatopraktiker zu erfahren: Wenn Angehörige ihre Verstorbene vor der Bestattung noch sehen wollen, gerade nach schweren Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen, können die Toten sehr entstellt sein. Thanatopraktiker sind speziell ausgebildete Bestatter. Sie balsamieren die Toten und präparieren sie für den Abschied.


In der Trauerbewältigung ist die Verabschiedung ein wichtiger Schritt, um im wahrsten Sinne des Wortes den Tod eines lieben Menschen mit den Sinnen begreifen zu können. Dabei ist eine Begegnung mit dem Leichnam, wenn das gewünscht ist, sehr hilfreich.


Doch die Arbeit des Bestatters ist weit umfangreicher als die bloßen Tätigkeiten rund um die Beisetzung. Dazu gehören die vielen Formalitäten bei Ämtern und Behörden, die er den Angehörigen abnehmen kann. In einer sich kontinuierlich verändernden Bestattungskultur gehören aber auch die Begleitung der Angehörigen, die Gestaltung der Trauerfeier, die Trauerrede, die Überführung zu unterschiedlichen Beisetzungsorten bis hin zur Ausrichtung einer Kaffeetafel für die Gäste bei der Beerdigung nach dem Ritus dazu.


Bei AVALON arbeiten dafür zwölf festangestellte Mitarbeiter, um den Kunden an 365 Tagen 24 Stunden im Jahr einen guten Dienst leisten zu können. Neben der „Arbeitsfamilie“, wie Christian Duchene seine Mitarbeiter nennt, stehen umfangreiche technische Möglichkeiten zur Verfügung bis hin zu einer ehemaligen Kirche mit einem Ort der Begegnung, die für die Trauerfeier und dem anschließenden Kaffee genutzt werden können.


Vielen Dank an Christian Duchene für die Zeit und den Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit und seines Unternehmens und danke den Gästen, die sich für dieses Thema interessiert haben.

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