30.10.2018

Künstlerin spendet 600 Euro an Sankt Barbara Hospiz

Erlös aus Verkauf von Bildern mit lebensbejahenden Motiven

Die Nambornerin Beate Drews hat 600 Euro aus dem Verkauf ihrer Bilder an das Sankt Barbara Hospiz Bous gespendet. Im Mittelpunkt der lebensbejahenden Werke in Acryl stehen Zitate, die zum Nachdenken inspirieren und eine positive Stimmung auslösen sollen. Das Motto der Ausstellung im Überherrner Rathaus hatte Beate Drews unter das Zitat von Albert Schweitzer gestellt: „Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel.“ Bis auf die Materialkosten wurden die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf gespendet.


Bei Beate Drews wurde 2005, wenige Tage vor ihrem 44. Geburtstag, ein gutartiger Hirntumor diagnostiziert. Ein Jahr später starb ihr Neffe an einem Hirn-Tumor. Drews selbst ist inzwischen vollständig genesen und entwickelte den Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Sie engagiert sich für die Hirntumorhilfe, den Kinderhospizdienst – und jetzt auch für das St. Barbara Hospiz Bous. „Jeder sollte bedenken, dass das Leben vergänglich ist. Gerade deshalb sollte das Leben eines Jeden lebenswert gestaltet werden, auch das kranker Menschen“, betont Beate Drews.


Der Überherrner Bürgermeister Bernd Gillo unterstützt das Hospiz seit seiner Eröffnung im April 2015 und war sofort bereit, das Rathaus als Ausstellungsort zur Verfügung zu stellen. Er würdigte vor allem die Menschen im Hintergrund, die tagtäglich ihren Dienst am Menschen leisten: „Es ist bewundernswert, wie die Mitarbeiter im Hospiz Tag für Tag mit Menschlichkeit und Würde die Hospiz-Gäste auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten.“

 

Hospizleiterin Judith Köhler war überwältigt vom Engagement der Namborner Künstlerin und dankte ihr für die gute Zusammenarbeit. „Die Zitate bringen vieles auf den Punkt, was unsere Arbeit im Hospiz auszeichnet“, sagte sie mit Blick auf die Bilder. „Wir sind oft ohnmächtig im Angesicht von Tod und Sterben. Aber wir tun unser Bestes, um die Lebensqualität am Lebensende zu fördern und erleben eine große Dankbarkeit in der Rückmeldung der Angehörigen.“